Wir waren in Sebnitz zum 52. Wuchterlauf
Von Schnee war weit und breit keine Spur.

Eigentlich ist der Wuchterlauf ein Skilanglauf. Aber von Schnee war bei der 52. Auflage des Bergsteiger- Wucherlaufes weit und breit nichts zu sehen. Also auch hier das gleiche traurige Winterbild wie bei uns im Zittauer Gebirge. Wir haben es zwar schon tagelang sehr kühl, aber weit und breit keine Schneeflocke.
Das bedeutete für unsere 20 Teilnehmer vom PSV, einen zünftigen Wintercrosslauf zu absolvieren.
Eigentlich wollten wir an diesem Wochenende mit unserer AK 10 bis 15 bei den Landesjugendspielen starten. Aber ohne Schneetraining macht solch ein Unterfangen keinen Sinn mehr. Und den wahnsinnigen Aufwand zu betreiben, sich dann immer wieder im Isergebirge zum Training einzufinden, sehe ich nicht als Erfüllung an und steht in keinem Verhältnis. Klingenthal und Johanngeorgenstadt haben auch keinen Schnee. So das ein Langlaufwettkampf auch nicht stattfinden konnte. Aber man hat als Notlösung noch einen VSA Wettkampf in Mühlleiten am Skihang konstruiert, um dieses Politikum nicht ganz absagen zu müssen. Aber ich bin froh, dass wir nicht erst gemeldet haben. Da ist uns viel Aufwand in jeglicher Hinsicht erspart geblieben.
Wir waren deshalb heute mit ein paar Läufern in Tschechien zum Skatingwettkampf und mit einer größeren Schar in Sebnitz beim Traditionslauf.
Und es waren wieder sehr schöne Rennen. Ein Crosslauf zu dieser Jahreszeit, ist sicherlich keine Erfüllung. Aber was wollen wir tun. Man traf sich dennoch in Sebnitz mit guter Stimmung und lieferte sich in der einen oder anderen Altersklasse spannende Zweikämpfe bis auf die Ziellinie. So Lucas Kunze, der erst fünf Meter vor dem Ziel seinen zweiten Platz erkämpfen konnte. Wenn solche spannenden Entscheidungen dann selbst die Kampfrichter so beeindruckten, dass am Ende Lucas ganz vergessen wurde, ist das weiter nicht schlimm. Ganz unkompliziert konnten wir den Fehler korrigieren und Luci wurde nachgeehrt.
Aber auch sonst gab es schöne Rennen in entspannter Atmosphäre. Vor allem treffen sich hier Wintersportler, Volksläufer und Bergsteiger aus der ostsächsischen Region. Man trifft sich über viele Jahre und jedes Jahr gibt es schöne Wiedersehen.
Und wenn dann noch ein Stargast mit als Wettkämpfer aufläuft wie Dieter Speer, dann wird solch eine Veranstaltung gleich etwas ganz Besonders. (Dieter Speer war der erste Deutsche Weltmeister im Biathlon vor ca. 50 Jahren. Er ist heute 78 Jahre alt.)
Unsere Läufer vom PSV hatten nicht nur gute Ergebnisse auf den Strecken erzielt. Sie hatten auch noch Glück bei der Tombola. So manch Einer nahm noch einen schönen Preis
von der Verlosung mit nach Hause.
Was neu war und was ich sehr gut fand ist, dass es zum ersten Mal auch eine Mannschaftswertung bei den Damen gab. Viele Jahre habe ich es sehr bedauert, dass die Damen da immer außen vor gelassen wurden. In diesem Jahr nun endlich die Premiere.
Schade, dass wir ausgerechnet in diesem Jahr keine Damenmannschaft zusammengebracht haben. Denn mit unseren beiden gestarteten Damen Nicole Voigt (Platz 1. in AK) und Chrissie Pihan (Platz 3. in AK) hatten wir eine gute Grundlage geschaffen für den Gesamtsieg.
Na, vielleicht im nächsten Jahr.
Unsere Männermannschaft mit Holm Kunze (6. Platz AK), Dennis Voigt (2. Platz AK) und Yasin Bläser (3.Platz AK) wurden gemeinsam Vierter. Bei den Männern haben wir gute Traditionen. Über viele Jahre findet man den PSV Zittau unter den Erstplatzierten. Alles in Allem wieder eine zünftige Veranstaltung. Dann bis zum 53.

Ski Heil    V. H.                                                                    Januar 2020

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PSV Zittau e.V. Abteilung Ski