Kampfrichter gehen auf Mühlentour
Ein gelungener gemeinsamer Nachmittag mit unseren Kampfrichtern als Dankeschön für die zahlreichen Stunden im Ehrenamt

Wieder geht ein Wettkampfjahr zu Ende. Über 10 Wettkämpfe und fast noch einmal so viele Vereinsveranstaltungen wurden durch unsere Kampfrichter begleitet. Zahlreiche Stunden wurden bei Wind und Wetter dem Verein und seinen Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Das scheint immer so selbstverständlich. Ist es aber ganz und gar nicht. Da muss Jeder von unseren Kampfrichtern schon gut planen, damit alles unter einen Hut zu bringen ist. Und jünger werden wir von Jahr zu Jahr auch nicht gerade. Vieles kann man mit Erfahrung und Gelassenheit kompensieren. Aber einem Streckenposten auf dem Hochwald oder auf der Lausche nutzt all seine Erfahrung nichts, wenn der Sturm pfeift und er stundenlang auf dem Berg steht und den Sportlern seinen Stempel geben muss. Da nutzt nur Liebe zur Sache, eiserner Wille und die Freude an der Sache. Ich hoffe, dass wir uns alle diese Gaben noch lange bewahren.
Deshalb haben wir uns wieder was Schönes für unsere Kampfrichter einfallen lassen, wo wir gemeinsam ein paar herrliche Stunden miteinander verbringen konnten. Wir haben gelacht, diskutiert und gefeiert. Wir haben es uns richtig gut gehen lassen. Denn wir müssen Kraft schöpfen für unsere nächsten Veranstaltungen, die nicht lange auf sich warten lassen.
Getroffen haben wir uns auf dem Oderwitzer Spitzberg. Die Besteigung der Gipfelspitze war für alle Pflicht. Nelti wollte gleich mal eine Abkürzung über die „Eiger- Nordwand“ gehen. Aber ihm fiel dann noch rechtzeitig ein, dass er seinen Eispickel nicht dabei hatte. Gisbert durchstieg die Scharte der beiden Hauptfelsen zum Gipfel. Gefährlich! Am Ende standen die Herzkranken unserer Seilschaft als Erste auf dem Gipfel. Ein herrlicher Rundumblick von der Lausitz bis nach Tschechien war der Lohn. Hier muss man einfach ein paar Minuten verweilen. Wir hatten einen traumhaften Tag. Sonne, blauer Himmel und kein Wind. Ein Wetterchen wie in St. Moritz.
Ein wunderbarer Mittagstisch schloss sich an die Bergfahrt.
Nach unserer Stärkung begaben wir uns auf Erkundungstour. Eine Gruppe blieb auf dem Gaststättenplateau, die Anderen streiften an der Kletterwand zum Basiscamp.
Der nächste Treffpunkt war die Bertholdmühle in Oderwitz, wo uns der Müller zu einer hochinteressanten und amüsanten Führung empfing. Er hatte wirklich Erstaunliches und Einmaliges zu berichten. Eine Mühle in unserer Region, die unter teils sehr modernen Bedingungen ca. 120 Tonnen Mehl im Jahr herstellen kann. In der Mühle ist alt und neu in einer Perfektion miteinander verbunden, dass Jeder nur staunen kann. Am Ende konnte sich Jeder im mühleneigenen Laden mit Reserven für die nächsten harten Wochen eindecken.
Von der Bertholdmühle ging es weiter zur Neumannmühle. Hier wurden wir mit der Geschichte einer alten Bockwindmühle mit drei Mahlgängen vertraut gemacht. Und bei günstigem Wind und der guten Laune des Mühlenvereins könnte die alte Mühle auch noch in Betrieb genommen werden. Nachdem wir dann einen ganzen Sack voll Mühlenlatein verabreicht bekommen hatten, stärkten wir uns mit einem ausgedehnten Kaffeetrinken am Fuße der Mühle.
In den Dankesworten des Abteilungsleiters kam noch einmal zum Ausdruck, dass die Arbeit der Kampfrichter in unserem Verein unverzichtbar ist. Sie schafft auch mit die Voraussetzungen für die hervorragenden Leistungen unserer Sportler, egal ob ganz jung, jugendlich oder schon etwas älter. Alle Sportler profitieren von der Vielzahl unserer Wettkämpfe bei uns zu Hause. Wer über so viele Wettkämpfe die nötigen Erfahrungen sammeln kann, der kann auch bei großen Veranstaltungen bestehen. Das zeigen unsere Sportler immer wieder. Der Grundstein dafür wird aber zu Hause gelegt.
Dafür danken wir Euch Kampfrichtern ganz herzlich. Und für Euren Einsatz bedanken sich Eure Vereinsmitglieder weiterhin mit guten Leistungen. Die Sonne war auf unserer Seite und so hatten wir einen ganz herrlichen Sommernachmittag an der Neumannmühle. Als die Sonne über den Lausitzer Berghügeln verschwand zogen wir Richtung „Alte Brennerei“. Nein, hier gab es keine Führung. Hier beendeten wir unseren gemeinsamen Tag mit einem abschließenden Abendbrot.

V.H.                                                                                       September 2019

Bilder

 

PSV Zittau e.V. Abteilung Ski